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Diabetes mellitus – und damit vorwiegend Typ-2-Diabetes – ist eine weltweit verbreitete Massenerkrankung. Die International Diabetes Federation (IDF) sprach bereits 2006 von einer „Epidemie des 21. Jahrhunderts“[1]. Leider hat sich diese Aussage als nahezu prophetisch erwiesen. Die weltweiten Zahlen steigen unerwartet schnell an, Prognosen müssen immer wieder nach oben korrigiert werden. Hier die beunruhigenden Zahlen:

Der aktuelle Wasserstand in Deutschland

Laut der Deutschen Diabetes Hilfe leben aktuell circa 7 Millionen Diabetiker in Deutschland. Bei ca. 6,9 Millionen von ihnen liegt ein Typ-2-Diabetes vor. Pro Jahr werden über 500.000 Diabetes-Erkrankungen neu diagnostiziert. Das entspricht etwa 1.500 Diagnosen pro Tag[2]. Die Dunkelziffer an Menschen, deren Erkrankung noch nicht festgestellt worden ist, wird als hoch eingeschätzt. Das mittlere Alter bei Typ-2-Diabetes-Diagnosen liegt derzeit bei Männern bei 61 Jahren, bei Frauen bei 63 Jahren. Aktuell wird jeder zehnte Euro der deutschen Gesundheitsausgaben für direkte medizinische Kosten des Typ-2-Diabetes verwendet. Insgesamt liegen die diabetesbezogenen Kosten bei 16,1 Milliarden Euro.

Steigende Zahlen an Diabetes-Erkrankungen

Anlass zur Bestürzung bietet die Steigerungsrate der Erkrankungen: Von 1998 bis heute beträgt sie 38 %, altersbereinigt 24 %. Ihr Anwachsen ist also nicht allein dem demographischen Wandel zuzuschreiben.

Ein ähnlich dramatisches Bild zeichnen Schätzungen aus Krankenkassendaten. Ihnen zufolge stieg der Anteil der an Diabetes Erkrankten an der Gesamtbevölkerung von 5,9 % im Jahr 1989 auf 8,9 % im Jahr 2007. Dabei hat sich vor allem die Zahl der Erkrankungen an Typ-2-Diabetes erhöht.

Ein kurzer Blick auf die internationale Lage

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge gibt es aktuell rund 60 Millionen Diabetes-Patienten in Europa. Das sind fast 10 % der Bevölkerung über 25 Jahre. Weltweit wird die Zahl der an Diabetes Erkrankten auf 425 Millionen geschätzt. Prognosen zufolge wird sie bis 2040 auf 642 Millionen ansteigen.

Weiteres Wachstum der Diabetes-Erkrankungen

In allen Altersgruppen steigen die Zahlen der Diabetes-Erkrankungen. Besonders stark betrifft dies ältere Menschen. In Deutschland beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen über 80-jährigen Menschen 25 %, dass er bereits an Typ-2-Diabetes erkrankt ist. Das Wachstum der Fallzahlen gilt als vergleichbar mit denen einer unkontrollierten Epidemie. Auch die Risikofaktoren, die eine Diabetes-Erkrankung begünstigen, treten immer häufiger auf. Dazu zählen vor allem Übergewicht, eine unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel.

Suboptimale Therapie-Erfolge bedeuten mehr menschliches Leid

Diabetes mellitus ist eine chronische Erkrankung, die oft einer lebenslangen Therapie bedarf. Bei Typ-2-Diabetes kann diese Therapie in Lebensstiländerungen bestehen: Gewichtsabnahme, ausgewogenere Ernährung und Körpertraining. Nicht immer ist dies ausreichend, und nicht immer werden diese Lebensstiländerungen ausreichend umgesetzt. In vielen Fällen ist dann eine medikamentöse Behandlung notwendig. Diese ist seit Jahrzehnten erprobt. Dennoch erreichen circa 50 % der Patienten ihre Therapieziele nicht. Dadurch leiden sie an vielfältigen Folgen. Zum einen den unmittelbaren Auswirkungen einer chronischen Stoffwechselerkrankung, die unter anderem das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigen kann. Zum anderen steigt ihr Risiko für die vielen Folgeerkrankungen. Zu diesen zählen unter anderem Schlaganfälle, Nierenschäden, Amputationen und Erblindung. Ein gutes „Management“ des eigenen Diabetes mellitus – das Erreichen der persönlichen Therapieziele – hilft, diese Risiken deutlich zu verringern.

Herausforderungen für Gegenwart und Zukunft

Den größten Teil ihrer Therapie führen Diabetes-Patienten sozusagen in Eigenregie durch: in ihrem Alltag. Sie messen ihre Blutzuckerwerte, errechnen die notwendige Insulindosis und verabreichen sich diese selbst. All diese Werte müssen sie zudem dokumentieren, bis zu sechs Mal am Tag. Nur so ist diese im Alltag durchgeführte Behandlung für die Ärzte oder Diabetologen nachvollziehbar. Nur so können sie die Therapie anhand der relevanten Blutwerte überprüfen und anpassen. Dies wird umso schwieriger, je lückenhafter und ungenauer diese Dokumentationen sind. So sorgen vergessene Eintragungen, Zahlendreher, falsche Einheiten und aus der Erinnerung falsch vorgenommene Nachträge für Fehlerquellen. Noch schlimmer, aber leider nicht selten, ist das größenteilige oder vollständige Ausbleiben der Dokumentation. Für die körperliche und auch die seelische Gesundheit jedes einzelnen Patienten ist das aktive und erfolgreiche Management seiner – oder ihrer – Diabetes-Erkrankung essentiell. Angesichts des auf uns zukommenden Diabetes-Tsunamis wird dies immer wichtiger, um einen Tsunami der Folgeerkrankungen und des vermeidbaren Leids einzudämmen.

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[1] https://healthcare-in-europe.com/en/news/the-epidemic-of-the-21st-century.html

[2] Deutsche Diabetes Hilfe – https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen